______________________________________aktuell

Dr. Richard Ippisch, 12.2.2010
Faschings-Urlaub 2010
Unsere Praxis ist während der Faschingsferien geschlossen: vom 15.2. - 19.2.2010
Die Vertretung übernimmt die Praxis Dr. Niederschweiberer in Pasing:
Gleichmannstraße 16
81241 München
Tel.: 089 - 889 49 82-0
------- ältere beiträge ----------------------
Dr. Richard Ippisch, 28.2.2009
Honorar-Reform 2009 bedeutet gravierende Unterbezahlung für bayerische
Fachärzte
Ab 1.1.2009 tritt gemeinsam mit der bundesweiten Einführung des
Gesundheitsfonds eine Honorarreform für uns Ärzte in Kraft.
Obwohl von der Politik und den Krankenkassen ab 2009 mehr Geld versprochen
wurde, kommt es durch Umverteilungs-Effekte für uns bayerische Fachärzte
stattdessen zu einem gravierenden weiteren Rückgang unserer Bezahlung.
Konkret erhalten Neurologen für die Betreuung eines Kassen-Patienten für
ein ganzes Quartal 2/2009 noch knapp 44 Euro. Darin enthalten sind alle in 3 Monaten
durchgeführten Untersuchungen, Hirnstrommessungen (EEG), Nervenmessungen,
Muskelableitungen, Ultraschall-Untersuchungen, Beratungsgespräche, Briefe an
den Hausarzt etc.
Diese
44 Euro sind auch nicht etwa unser Einkommen ! Nach Abzug unserer
Kosten (Miete, Gehälter Arzthelferinnen, Gerätekosten etc.) verbleiben uns
selbst davon nur noch wenige Euro.
Für die Behandlung von Patienten, die nicht an einer Bagatell-Erkrankung
leiden, steht uns Neurologen eigentlich nach der aktuell gültigen
Gebührenordnung für Kassenärzte (B€GO 2009) bereits mit dem ersten Termin
ein Betrag von 61,10 Euro zu (Grundpauschale + Betreuungsgebühr). Bereits
diese Pauschalen sind bei weitem nicht abgedeckt. Jede eigentlich zusätzlich
abzurechnende, apparative Untersuchung und/oder ein zweiter Termin im Quartal
werden überhaupt nicht mehr bezahlt.
Die Fachärzte werden mit verschiedenen Aktionen auf diese unhaltbare
Situation aufmerksam machen. Bisher reagieren das
Bundesgesundheits-Ministerium und die Krankenkassen darauf nur mit Drohungen,
streikenden Ärzten die Zulassung zu entziehen. Dann könnten wir Sie gar
nicht mehr behandeln. Ist es das, was Sie als unser Patient und Beitragszahler
der Krankenkassen wollen ?
Obwohl wir uns bemühen werden, Sie weiterhin bestmöglich und nach neuestem,
medizinischen Standard zu behandeln, kommen wir nicht umhin, aus diesen
katastrophalen Auswirkungen der Gesundheits-Reformen für unsere Praxis
Konsequenzen zu ziehen.
Wir können Ihnen nur noch in Ausnahmefällen einen zweiten bzw. weiteren
Termin im Quartal geben und müssen nicht dringende Untersuchungen ggf. auf 2
oder mehrere Quartale verteilen.
Bedenken Sie bitte, dass wir Ihnen ohnehin bereits alle apparativen
Untersuchungen, die für unsere Arbeit unverzichtbar sind, schenken müssen.
Auch jeden Zusatztermin müssten wir Ihnen schenken, was wir in dringenden
Einzelfällen auch tun werden.
Wir können aber nur in sehr begrenztem Umfang umsonst arbeiten, dafür
bitten wir Sie um Verständnis.
Bitte lesen Sie auch unsere allgemeinen
Informationen zur Gesundheitspolitik.
Dr. Richard Ippisch, 24.1.2009
"Patient in Deutschland - Verraten und verkauft" ?
Das deutsche Gesundheitssystem ist durch die Regelungswut der Politik und das
gleichzeitige Fehlen mutiger Reformen inzwischen so kompliziert, dass selbst
Fachleute Mühe haben, den Überblick zu behalten.
Obwohl immer höhere Krankenkassenbeiträge zu zahlen sind, werden die
Leistungen für den Patienten immer weniger.
Warum ?
Die Medizin-Journalistin Gaby Guzek hat ein Buch unter dem oben genannten
Titel veröffentlicht.
Das Buch vermittelt dem Interessierten anschaulich, welcher bürokratische
Wahnsinn heute die Medizin in Deutschland regiert und wie Politiker und
Krankenkassen die Versicherten seit Jahren täuschen und den schwarzen Peter
mit gespielter Entrüstung an uns Ärzte weitergeben.
Eine
sehr ausführliche Leseprobe können Sie hier aufrufen.
Dr. Richard Ippisch, 15.10.2008
Migräne-Heilung durch Muskelschnitt ?
Ein neues Verfahren, das angeblich Migräne heilen soll, sorgt in der Presse
für Furore. Auch wir werden von unseren Patienten, die sich hiervon eine
Heilung erhoffen, immer häufiger auf die Methode angesprochen.
Bei dem Verfahren wird ein Gesichtsmuskel oberhalb der Nasenwurzel
durchtrennt, der die vermeintliche Ursache der Migräne sein soll.
Bei dieser Methode "...handelt es sich jedoch eher um ein tragisches
Beispiel der vorsätzlichen Körperverletzung getarnt als vorbeugende
Behandlung", dieser von Herrn Prof. Hans-Christoph Diener stellvertretend
für die Deutsche Gesellschaft für Neurologie (DGN) geäußerten
Einschätzung schließen wir uns uneingeschränkt an.
Wir können nur dringend vor dieser Art der "Behandlung" warnen !
Die abenteuerliche Hypothese, ein kleiner Gesichtsmuskel könnte Ursache der
Migräne sein, widerspricht sämtlichen seriösen Forschungsergebnissen,
welche zeigen konnten, dass es sich bei der Migräne um eine ererbte und
komplexe Störung der schmerzverarbeitenden Strukturen im Gehirn handelt.
Die Migräne lässt sich auf andere Weise gut behandeln, niemand muss heute
mehr unter einer Migräne leiden ! Hierfür stehen eine Reihe von wirksamen
und in ihrer Wirkung seriös belegten Therapiemöglichkeiten zur Verfügung.
Ein Neurologe kann Sie hierzu kompetent beraten.
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